das ganze Wochenende hat sich im nachhinein betrachtet, doch sehr gelohnt - wo ich anfangs gedacht hab - Du kaufst ein Wochenendticket und willst eigentlich primär nur 2 Bands sehen, lohnt sich das??
los gings mit OT, da bin ich ja noch extra hingehetzt - vom Parkplatz 22 - wer hatte DIESE Idee??? , da hätte ich auch von Düsseldorf zu Fuß laufen können, wäre kaum weiter weg gewesen. Also man führt den geneigten Festivalbesucher, der artig auf den angegeben Parkplätzen und nicht illegal - wie es doch sehr viele getan haben, und letztes Jahr waren die offiziellen Parkplätze ja auch nich kurz vor Leverkusen - parken will, auf Parkplatz 21 und 22, jagt ihn dann die Zoobrücke hoch, läßt ihn die halbe Zoobrücke bis kurz vor der Rheinquerung marschieren, jagt ihn an den Claudiusthermen wieder runter, durch einen sehr schönen aber recht großen Rheinpark durch, dann entdeckt der Konzertbesucher von weitem die Bedachung des Amphis, glaubt , er ist am Ziel, aber Pustekuchen! Um die Kondition zu testen wird man noch ein mal um das komplette Gelände rumgeschickt, was zum einen mit einen tollen Rheinblick aufwartet, andererseits -bei Temperaturen über 25 Grad - spontan zum Niederfallen und Verweilen in der dortigen Rheinterrasse mit Beachclub lockt, um dann doch noch irgendwann am Festivaleingang zu landen. Da wurde man erstmal Flaschen los - die Flaschensammler von Köln dürften reich aus dem Wochenende gekommen sein, ging dann zur ersten Schlange - am Klo (tja irgendwie waren die dann doch für die Menge an Festivalbesuchern eher wenig - hat daher das Gebüsch rechts von der Hauptbühne so stark nach Urin gestunken?? ) - dann zur nächsten - ein Getränk besorgen, damit man für die kostenlose Trinkwasserversorgung ein Behältnis hatte (clever, so bekommt man vom Festivalbesucher mind 3,50 Eur! ) , eine Pfandmarke erhalten (die man am Ende des Festivals recht schwer wieder losbekam - die Kölner sind ja recht schnell mit Besuchervonderbühnevertreiben - da die Buden schlossen und vorher kein Wechselgeld mehr hatten....... ) ok, genug von organisatorischen Mängeln, obwohl........... das 1. Festival hatte ja den entscheidenden Vorteil, dass man sich nicht entscheiden mußte, wo man auftischt, es gab ja nur eine Bühne - was auch Nachteile hat, da man dann dem Geschehen dort gnadenlos ausgeliefert ist - jedenfalls hatte ich mal wieder - und ich war nicht die einzige - das Problem - was guckst Du an? Fetisch: Mensch oder Mesh? Apop oder die Dreadful Shadows? theoretisch konnte man ja laut Programmschedule beides zum Teil gucken, praktisch dann aber doch nicht,- tja das nächste Mal dann andersrum
OT haben dann ca 15 min nach Plan begonnen, weil ja - ich trauer immer noch Zunge raus - Bloodpit ausgefallen sind. Schweigeminute ........

Olli hatte viel Platz, dafür am Ende keinen Saft mehr, aber alle Achtung: super Gig

dann gleich Diorama smile viiel zu kurz , beinahe hätte ich noch den Anfang verpaßt (dank einer erneuten Toilettenschlange böse ), aber wie immer einzigartig, incl der Deutschlandpremiere von "belle?" - der einzig langsame Track, gut für eine Atempause, bei "pulse of life" dachte ich, gleich spuckt Torben seine Lunge aus...... und kostenlose Wasserverteilung an die Fans war auch ein netter Service, soweit ich aus meiner 2. Reihe mitbekam, hat auch der Rest des Platzes ordentlich gerockt..
Danach war ich erst mal platt - wurde auch den Rest des Tages nicht wirklich besser, so dass ich es meinem Kreislauf nicht zumuten wollte, die 2. Stage zu begutachten, was ich da verpasst hab - bestimmt einiges... wie auch
viele Menschen, warum lauft Ihr alle im schwarz rum, da findet man sich ja gar nicht! was wiederum die Frage aufwirft: was hat man früher ohne Handy gemacht? Den Rest des Samstages habe ich dann hauptsächlich mit Menschen suchen, Menschen finden, Bands von weitem sehen, Schlange an der Essensausgabe und woanders verbracht, wirklich intensiv habe ich mir am Samstag nichts mehr angeguckt, so dass sich unser "Club" dann noch während Front 242 vom Festivalgelände verdrückt und es sich am Rhein gemütlich gemacht hat, Feuerwerk "rheinwaschen" incl. Die ? km zurück zu P22 im dunklen beschreib ich jetzt nicht, die restlichen Fragen von Tag 1: wo mündet die Wupper? sind Flussnamen alle weiblich? sind neben Schuhen auch Menschen profillos?
Nach einer viel zu kurzen Nacht - die Sonne weckte mich recht früh, gings am Sonntag gegen 12.45 uhr los, diesmal mit der Sbahn- schwarzgefahren (haha) in beiden Sinnen, wo gibt es eigentlich funktionierende Fahrkartenautomaten? - war ich dann kurz vor Heimataerde vor Ort, erstmal Kaffee besorgt und dann bis ca 6. Reihe. Die Show ist für mich Ansichtssache, ich persönlich brauch keine Schwertkämpfe auf der Bühne, das Blut fand ich dann auch etwas übertrieben, aber man konnte supergenial abtanzen

und die Herrschaften um mich rum auch

Zwischendurch sorgte ein bißchen bzw recht viel Regen kurz für Abkühlung, richtig kalt wurde es an diesem Wochenende erst nach Einbruch der Dunkelheit bzw nach Durchbrechen des Schlafmangels
und wieder Menschen gesucht, Menschen gefunden........ weiter gings für mich dann drinnen bei Fetisch: Mensch : kein Sauerstoff, kein Platz in der Halle, wo ist mein Kreislauf?? sehen konnte ich auch nix, weil der größte Mensch des Festivals genau vor mir stand (man sollte echt eine Größenordnung einführen.....), bis ich dann einen anderen Platz entdeckte und Oswald Henke in den Knutschpausen des Pärchens vor mir erahnen konnte. Was ich gesehen und gehört habe, hat mir aber sehr gut gefallen großes Grinsen . Es bleibt noch die technische Panne des Konzertes zu erwähnen, 5 min lang keinen Strom - Oswald hatte einen wohl entscheidenden Stecker gezogen (sinnierte vorher über die sch.. funktionierende und völlig überbewertete Technik heutzutage) .....
Danach brauchte ich Sauerstoff! also wieder raus und ne kleine Shoppingtour übers Gelände gestartet - Mesh waren ja leider doch schon vorbei , der Masseur! hatte leider schon Feierabend - und wieder habe ich Samsas Traum mitbekommen und schon wieder völlig verdrängt

zu FLA gesellte ich mich zu einer anderen Freundin, die dummerweise neben diesem nach Urin stinkenden Gebüsch saß, der Aufenthalt da war recht kurz, FLA haben mich auch so überhaupt nicht beeindruckt.also wieder ne Runde spazieren - ich war nicht die einzige die aus der doch stickigen Halle geflüchtet ist - und zu den Dreadful Shadows wieder rein: da habe ich 2 CDs, bin aber überhaupt nicht textsicher und die haben ja so gar keinen Synthie auf der Bühne - schlechte Voraussetzungen für einen gelungen Besuch,aaber das war das Sonntagserlebnis schlechthin! so ne super Stimmung,Originalzitat Sven: Schade, dass wir unser bestes Konzert 7 Jahre nach unserer Trennung haben. Dann noch ein New Order Cover "true faith" (kannte ich bisher nicht und die von Zeraphine gecoverten Songs außer "in your room" eher nicht so dolle) . Als "2. Hälfte des letzten Songs" wurde noch "twist in my sobriety" zum besten gegeben (gott, was bin ich alt, das Original hab ich auf Vinyl!), dann war leider Schluß, des Schafs Füße wundgetanzt und die netten Kölner Ordner baten uns auch dann recht schnell das Gelände zu verlassen.
Was ich dann auch gegen 23 Uhr tat, Sbahn erwischt, 0.30 zu hause, Dusche, Bett
Ende
dat Voodooschaf und Anhang sind glaub ich noch im Koma, ich weiß nicht, ob die auch noch ihr Gras dazugeben wollen
fein fein Euch alle mal wiedergesehen zu haben, war seehr schön, incl Hoppelhäschenbeobachten, Gruftienachwuchs "klickklack" singen sehen etc